Energie­effizienzklassen von Haushaltsgeräten

Schauen Sie beim Kauf eines neuen Haushaltsgerätes auch auf die Energieeffizienzklasse? Vermutlich wandert Ihr Blick zu dem bunten Label auf Waschmaschine, Fernseher oder Spülmaschine.

Schauen Sie beim Kauf eines neuen Haushaltsgerätes auch auf die Energieeffizienzklasse?

Seit März 2021 gibt es neue Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte und somit auch neue Energielabels. Welchen Sinn hat diese Änderung? Die Ant­wort und alles Wichtige rund um die neuen Labels finden Sie hier.

Was besagt die Energie­effizienzklasse bei Haushaltsgeräten?

Bei Haushaltsgeräten wie Backöfen, Wäschetrocknern oder Kühlschränken spielt der Energieverbrauch eine ganz erhebliche Rolle. Ein energiesparen­des Gerät schont nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt. Damit Sie als Verbraucher*in auf einen Blick erkennen können, wie es um den Stromverbrauch der Haushaltsgeräte bestellt ist, wurden die soge­nannten Energieeffizienzklassen eingeführt.

 

Die Energieeffizienzklasse gibt an, wieviel Energie ein Gerät benötigt, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen – also Lebensmittel kühlen oder Wä­sche waschen. Spricht man von einer hohen Energieeffizienz bei einem Haushaltsgerät, so bedeutet das: Dieses Gerät benötigt für den gleichen Nutzen weniger Strom als andere Geräte einer niedrigeren Klasse.

Geld sparen durch hohe Energieeffizienz

Beim Stromsparen zählt jeder Schritt: Auch mit unseren Energiespartipps können Sie schon einiges bewirken.

Die Ersparnis erfolgt natürlich nicht von heute auf morgen, denn die An­schaffungskosten des Geräts müssen mitgerechnet werden. Nach einigen Jahren Nutzung kann die Ersparnis jedoch beträchtlich sein. Laut BMWi sind bis zu mehreren hundert Euro im Jahr möglich, wenn man sich einen energie­effizienten Kühlschrank zulegt und ihn etwa 14 Jahre nutzt. Das bedeutet, dass die Ersparnis die Anschaffungskosten sogar übersteigen kann!

 

Übrigens: Je mehr Personen in Ihrem Haushalt leben, desto mehr Energie und somit auch Stromkosten werden gespart, wenn Sie auf hohe Energie­effizienzklassen setzen. Warum? Weil Waschmaschine, Fernseher und Ge­schirrspüler dann öfter laufen. Natürlich gilt hierbei, dass das eigene Nutz­ungsverhalten auch immer eine Rolle spielt.

Neue Energielabel seit März 2021

Die Energielabels geben Aufschluss darüber, wie der Energieverbrauch eines Geräts einzustufen ist. Wer sich einen neuen Trockner zulegt, wirft in der Regel einen Blick darauf, egal ob im Elektrofachmarkt oder Onlineshop. Die Klassen werden nicht nur farblich von grün bis rot gekennzeichnet, son­dern bisher auch absteigend von A+++ bis A+ und schließlich bis Buchstabe D.

 

Im März 2021 gab es eine Neuerung. Die EU hat beschlossen, die Energie­labels und die Einteilung der Energieklassen für Haushaltsgeräte zu über­arbeiten. Der Grund für diese Umstellung war, dass es den Verbraucher­*innen ermöglicht werden sollte, die Geräte besser zu vergleichen.

 

Heutzutage gibt es im Handel in einigen Produktgruppen gar keine Geräte mehr in den unteren Energieeffizienzklassen. Die modernen Geräte siedeln sich meist in den oberen Energieeffizienzklassen an. Daher hat die EU ihr Messverfahren überarbeitet und die Skala wieder von A bis G verteilt. Je weiter vorne im Alphabet ein Gerät steht und je “grüner” die Skala, desto energieeffizienter ist es. Vielleicht erscheint es Ihnen auf den ersten Blick verwunderlich, ein neues Gerät mit Klasse F oder G im Handel zu sehen. Dabei handelt es sich immer noch um sehr gute Geräte, die Einteilung hat sich lediglich im Vergleich zu vorher verschoben – für mehr Luft nach oben sozusagen.

 

Der obere Teil des Energielabels ist übrigens immer einheitlich, dem unteren Teil können Sie anhand von Piktogrammen weitere Informationen zum Gerät entnehmen. Oft ist ein QR-Code aufgedruckt, mit dem Sie zu weiteren Infor­mationen gelangen. So können Sie als Verbraucher*in die Geräte wieder einfacher vergleichen.

Energielabel

Welche Geräte tragen bereits das neue Energielabel?

Die Umstellung folgt Stück für Stück. Seit März 2021 werden folgende Produktgruppen mit neuen Energielabeln verkauft:

  • Kühlschränke
  • Gefriergeräte
  • Geschirrspüler
  • Waschmaschinen
  • Waschtrockner
  • Fernsehgeräte
  • Elektronische Displays
  • Weinlagerschränke

 

Im September 2021 geht es mit der Umstellung der Energielabels für Licht­quellen weiter. Spätestens 2030 sollen dann alle Produktgruppen umge­stellt sein. Staubsauger sind hier übrigens kleine Exoten: Sie dürfen seit 2019 keine Energielabels mehr tragen, sollen aber voraussichtlich 2024 wieder aufgenommen werden.

Energieeffizienz hat viele Gesichter

Eine weitere Hilfe beim Neukauf von Elektrogeräten ist übrigens der “Blaue Engel”. Er steht für klimafreundliche Produkte. Dieses Siegel zeichnet Pro­dukte aus, die effizient und umweltfreundlich sind und darüber hinaus hohe Ansprüche an den Arbeits- sowie Gesundheitsschutz stellen.

 

Da Sie vermutlich nicht von heute auf morgen alle Energiefresser aus Ihrem Haushalt verbannen möchten, können Sie an einer weiteren Stellschraube drehen – der Stromversorgung. Egal, ob alte Kühl-Gefrier-Kombi oder schi­cker, neuer Kühlschrank mit Energieeffizienzklasse A: Wer seine Haushalts­geräte mit Ökostrom betreibt, trägt ebenfalls einen Teil zum Klimaschutz bei.

 

Wer seine Haushaltsgeräte mit Ökostrom  betreibt, trägt ebenfalls einen Teil zum Klimaschutz bei.

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