So funktioniert die Grundversorgung mit Strom und Gas

Strom und Gas für unseren Haushalt zählen in Deutschland zur Grund­versorgung. Das ist den meisten unter Ihnen vermut­lich geläufig. Aber wissen Sie, wer Ihr Grund­versorger ist oder wie man das heraus­findet? Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen Ihnen, was es mit der Grund­versorgung sowie den oft zitierten all­gemeinen Bedingungen und Preisen auf sich hat.

Was versteht man unter Grund­ver­sor­gung?

Strommast

Bei der Grund­ver­sorgung mit Energie geht es um eine gesetzlich geregelte Ver­sorgung der Haus­halts­kund*innen mit Strom oder Gas zu einem angemessenen Preis. In Deutsch­land setzt sich der Staat dafür ein, dass überall eine aus­reichende Infra­struktur mit grund­legen­den Dingen vor­han­den ist – zum Beispiel Leitungs­wasser, Strom oder Wege und Straßen. Wir konzen­trieren uns hier auf die Grund­versorgung mit Energie.


Grundversorgung mit Strom und Gas


Unter der Grund­versorgung versteht man die Lieferung in der Nieder­spannung – also mit Strom – und im Niederdruck, sprich Erdgas durch den Grundversorger. Hierbei gelten die all­gemeinen Be­dingungen und Preise. Jede*r Haus­halts­kund*in in Deutsch­land hat einen Anspruch auf diese Grund­versorgung.

Die Grund­ver­sor­gung beruht auf dem Energiewirtschaftsgesetz, kurz EnWG. Es soll sicher­stellen, dass wir in Deutsch­land eine Ver­sor­gung mit Strom und Gas geboten bekommen, die sicher, leitungs­gebunden, verbraucher­freund­lich sowie preis­güns­tig, effizient und auch umwelt­ver­träg­lich ist. Besonders der letzte Punkt wird im EnWG durch die Unter­stüt­zung erneuerbarer Energien gewähr­leistet. Das EnWG sorgt vor allem seit 1998 dafür, dass Verbraucher*innen unab­hängig vom Standort ihren Energie­versorger frei wählen können. Früher war es nicht so einfach möglich wie heute, den Strom- oder Gas­ver­sor­ger zu wechseln.

Wer ist mein Grund­ver­sor­ger?

Erenja ist in mehreren Orten im Ver­sor­gungs­gebiet Grund­ver­sor­ger für Erd­gas und be­liefert Verbraucher*innen nach den gesetz­lichen Bestim­mungen. Welche Orte das sind, können Sie hier nach­lesen.

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Der Grundversorger ist das Energieversorgungsunternehmen, das in einem Netzgebiet (das  heißt in einer Gemeinde oder Stadt) den Großteil der Haus­halts­kund*innen mit Strom oder Gas versorgt.  Er ist dazu ver­pflichtet, den Kund*innen zu den veröffent­lichten all­gemeinen Bedingungen und Preisen Energie in die Wohnung oder das Haus zu liefern. Wie finde ich heraus, wer mein Grund­versorger ist?

 

Wenn Sie nicht wissen, wer Ihr Grund­versorger ist, können Sie dies bei Ihrem örtlichen Netz­betreiber erfragen. Wer das ist, können Sie sowohl für Strom als auch für Gas mithilfe des 13-stelligen Codes auf Ihrer Rechnung ermitteln. Alle Betreiber von Energie­ver­sor­gungs­netzen der allgemeinen Ver­sorgung sind seit Juli 2006 dazu ver­pflichtet, fest­zu­legen, welches Energie­ver­sor­gungs­unter­nehmen in einem Netz­gebiet die meisten Haus­halts­kund*innen mit Strom oder Gas be­liefert und daher den Grund­versorger darstellt. Diese Ent­schei­dung muss für alle Menschen sichtbar sein: Der Name des Grund­ver­sorgers wird nicht nur der zu­ständigen Behörde mitgeteilt, sondern auch im Internet veröffentlicht.

Die allgemeinen Bedingungen und Preise

Wir von Erenja sind für Sie ein Energielieferant Ihrer Wahl, wenn Sie sich für unseren Ökostrom oder Erdgas entscheiden. Denn das hat das Energiewirtschaftsgesetz ermöglicht: Sie dürfen sich als Verbraucher*in für die Energie entscheiden, die zu Ihnen passt.

Rechtliches zum Thema Grundversorgung mit Erdgas und Strom

Die sogenannten all­gemeinen Be­dingungen der Grund­ver­sor­gung – das sind jene Be­dingungen, zu denen der Grund­ver­sor­ger die Haus­halts­kund*innen mit Gas oder Strom be­lie­fert. Diese Be­dingungen sind in Deutsch­land gesetz­lich gere­gelt: Die StromGVV (Strom­grund­ver­sor­gungs­ver­ord­nung) und die GasGVV (Gas­grund­ver­sor­gungs­ver­ord­nung) halten im Rahmen des Grund­ver­sor­gungs­ver­trages fest, welche Art der Ver­sor­gung geboten wird und in welchem Umfang. Die Auf­gaben und Rechte des Grund­ver­sor­gers sind ebenso in den Ver­ord­nungen auf­ge­führt wie die der Kund*innen. Auch die Art und Weise, wie die Ab­rech­nung der Strom- oder Gas­lie­fe­rung erfolgt, legen die Ver­ord­nungen fest: Zu welchen Preisen und in welchen Ab­stän­den wird ab­ge­rech­net? Wie hoch ist der feste Grund­preis und der ver­brauchs­abhängige Arbeits­preis? Der letzte Bestand­teil der Ver­ord­nungen besagt, wie der Grund­ver­sor­gungs­ver­trag beendet werden kann.

 

Wenn sich etwas an diesen Bedingungen und Preisen der Grund­ver­sor­gung ändert, gibt der Ver­sor­ger dies zunächst öffent­lich bekannt. Erst danach können die Ände­rungen zum Beginn Monats wirk­sam werden. Zwischen der öffent­lichen Bekannt­gabe und den wirk­samen Ände­rungen müssen mindes­tens sechs Wochen Ab­stand liegen. Als Ver­braucher*in in der Grund­ver­sor­gung erhalten Sie einen Brief und können alles rund um die Ände­rungen auf der Web­seite des Ver­sor­gers nach­lesen.


Was besagen die ergänzenden Bedingungen?

 

Neben diesen all­gemeinen Be­dingungen und Preisen hat der Grund­versor­ger die Möglich­keit, ergänzende Be­dingungen in einem eng begrenztem Umfang fest­zu­legen. Hier kann der Versorger beispiels­weise angeben, wann und wie der Verbrauch ab­ge­lesen wird, wann Abschlags­zahlungen fällig sind, welche Zahlungs­weisen möglich sind oder wie die Zahlungs­modali­täten bei Zahlungs­verzug für die Kund*innen aus­sehen. Genau wie bei den all­gemeinen Be­dingungen auch, ist der Grund­ver­sorger ver­pflich­tet, seine ergänzenden Be­dingungen öffent­lich zu machen, zum Bei­spiel auf seiner Web­seite, einer lokalen Tages­zeitung oder dem Amtsblatt der betroffenen Kommunen. Wir von Erenja bieten Ihnen unsere Preisblätter und die Gasgrundversorgungsverordnung zum Download an.
Welche Arten der Energieversorgung in Deutschland neben der Grundversorgung noch existieren, hat die Bundesnetzagentur übersicht­lich zusammen­gefasst.

Gut zu wis­sen: Wie kom­me ich als Ver­brau­cher*in in die Grund­ver­sor­gung?

Umzug und in der Wohnung ist Dank der Grundversorgung direkt Strom

Viele Menschen, die beispiels­weise gerade in ihre erste eigene Woh­nung ziehen, fragen sich manchmal, wer ihnen eigent­lich Strom und auch Gas zum Heizen in die Wohnung lie­fert, wenn sie bisher noch gar keinen Vertrag ab­ge­schlossen haben. Schon vor dem Umzug leuchtet die Glüh­birne, wenn man den Licht­schalter drückt – woher stammt der Strom? Genau hier kommt der Grund­ver­sorger ins Spiel. Sobald die Energie ab­ge­rufen wird – also im dargestell­ten Beispiel Strom – kommt automatisch ein Energie­liefer­vertrag mit dem Grund­ver­sor­ger zustande, sodass man in der Regel nicht im Dunklen sitzt.

 

Nun haben Sie als Ver­brau­cher*in die Wahl, ob Sie in der Grund­ver­sor­gung bleiben möchten oder einen anderen Energie­ver­sor­ger oder -vertrag bevor­zugen. Am besten ist es, mit dem Ver­sor­ger der Wahl kurz vor oder in den ersten sechs Wochen nach dem Umzug einen Energie­liefer­ver­trag ab­zu­schließen. Dann ist es sogar möglich, den Grund­ver­sor­gungs­vertrag kom­plett zu ver­meiden und direkt einen günstigen Sonder­vertrag für die Energie­lie­ferung zu verein­baren. Bei der Wahl des Energie­lieferanten sollte man nicht nur auf den Preis achten. Ideal ist es, wenn man neben dem Preis auch die Themen Regio­nali­tät sowie Nach­haltig­keit betrachtet. Dies schont dann nicht nur den eigenen Geld­beutel, sondern schafft und sichert Arbeits­plätze in der Region und schützt die Umwelt. Ein guter Schritt in diese Richtung ist die Entscheidung für Öko­strom im eigenen Haushalt.

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