Das Weinhaus hat aufgestockt!

Bewährtes küsst den Zeitgeist...

Wein Stork in Lüdinghausen hat aufgestockt

Erinnern Sie sich noch an die Umbaupläne der Familie Stork – prämierte Weinhändler aus Lüdinghausen? An den Traum von einem Dachgeschoss ohne Schrägen samt einer großen Dachterrasse? Im Frühling ging es los – mit dem Abriss des alten Daches. Seitdem hat sich auf der Baustelle der Storks einiges getan ...

 

Umbau Weinhaus Stork - Dach
Umbau Weinhaus Stork - Dach
große Fensterfronten im Obergeschoss Wein Stork
große Fensterfronten im Obergeschoss Wein Stork
Innenansicht Obergeschoss Wein Stork Lüdinghausen
Innenansicht Obergeschoss Wein Stork Lüdinghausen

Nach dem Teil­abriss übernahmen zunächst die Zimmermänner um Norbert Kemler das Sagen. Gemäß bester Hand­werks­tradi­tion haben sie aus un­zäh­ligen Holz­balken den Roh­bau des Staffel­ge­schosses fertig­gestellt – natürlich Balken für Balken (nichts-da Fertigbauweise …). An­schließend brachten sie eine dämmende DWD Außen­haut (Spezial­dämmstoff­platte) auf, die zu­sammen mit der 200er Zwischen­dämmung aus Mineral­wolle und einer doppel­wandigen OSB- und Rigips­schalung den KfW-55-Standard Im Ober­geschoss sicher­stellt. Darauf folgten Träger­putz­platten, die einer­seits eben­falls dämmen und anderer­seits Unter­grund für den Putz sind, der zur Fertig­stellung auf­ge­tragen wird. Bis dahin vergeht aber noch etwas Zeit, denn zuerst sind die Fenster dran.

Wie alle anderen Gewerke sind auch die Fenster ort­snah ver­geben worden - an die Firma Kröger Fensterbau GmbH aus Ascheberg- wie Stork ein familien­geführtes Unter­nehmen mit Tradi­tion. Bereits beim ersten Aufmaß hatte Heiner Kröger eine Viel­zahl von prak­tischen Änderungs­ideen zu den Architekten­en­twürfen. Und so wird das Wohn­zimmer zu­künf­tig von einem großen Panorama­fenster geprägt, das ohne Hilfs­stützen aus­kommt, sowie sämt­liche Fenster in Süd-West-Aus­rich­tung mit Lamellen-Jalousien ver­sehen, die tags­über die Sonne ab­wenden und nachts nahezu komplett ver­dunkeln. Darüber hinaus liefert Kröger auch die Haustür - eine Maß­an­ferti­gung für den neuen Eingangs­bereich. Nach aktuellem Sicherheits­standard aus Aluminium ge­fertigt, was sich optisch an die Fenster anlehnt. Als Doppel­element aus Eingangs­tür und Seiten­fenster bringt sie zudem Licht in den Flur.

Während die Putzer immer noch warten müssen, haben die Trocken­bauer jetzt ange­fangen, die Geschoss­decken zu verschließen. Anschließend werden die Zwischen­wände gesetzt. Sowohl die Elek­tri­ker von JF-Elektrotechnik als auch die Mit­ar­bei­ter der Firma Spräner Sanitär warten schon un­ge­duldig auf diesen Moment, um in die ein­sei­tig beplankten Wände dann die ent­sprechen­den Vor­instal­lationen einzu­bringen.

Perfekt geplant

Allein die Vor­über­legungen der späteren Wege­führung in der Woh­nung samt Berück­sich­ti­gung indi­vi­dueller­ ­Gewohn­heiten haben einen ganzen Vor­mit­tag in An­spruch ge­nom­men.

Jetzt finden jeder Schalter, jeder Bewegungs­melder und jede Steck­dose ihren perfekten Platz. Die Bäder sind ausgesucht, Fliesen und Bodenbeläge bestellt. Auch das erfordert viel Zeit und sehr viel Vorstellungsvermögen, schließlich bewegt man sich in Räumen, die es noch gar nicht gibt.

 

Und auch, wenn sich für den aufmerksamen Beobachter in den kommenden Wochen nach Außen scheinbar wenig tut, beginnen betriebssamen Wochen im Kern des neuen Heims. Und eine besonders spannende Phase für die Storks, denn ihr neues Heim nimmt Formen an.

Weinhaus Stork

Gute Vor­planung ist auch für Außen nötig, wenn es am Ende ums „schön machen“ geht. Das vor­han­dene Geschäft im Erd­geschoss, das Ober­geschoss und das neue, ein­ge­rückte Dach­geschoss werden mit unter­schied­lichen Materialien ver­klei­det – aber sollen zu­sam­men eine stim­mige Einheit bilden. Passend zur weiß geputzten Geschäfts­front wird auch das Dach­ge­schoss weiß verputzt. Das dazwischen liegende Ober­geschoss wird mit einer 3D-Schalung in sibi­rischer Lärche ver­klei­det. Diese wird zurzeit in silber­grau vor­be­han­delt, um ein gleich­mäßiges Ver­grauen in den kommenden Jahren zu gewähr­leisten.

Holz als Material

 

Eine Holzfassade ist ein natürlicher Werkstoff, der sich witterungsabhängig nachverfärbt. Für meine Frau und mich kam Holz als Fassade lange Zeit nicht in Frage. Erst der Hinweis des Zimmermanns auf die Möglichkeit, der natürlichen Veränderung vorzugreifen, überzeugte uns.
Und thematisch ist Holz ein sehr schöner Bezug zur Materie Wein, mit der viele Menschen den Baukörper verbinden, sagt Jan Stork.

Jan Stork im Interview

Die Verbindung von Arbeit und Wohnen, traditionellem Standort und modernen Lösungen soll das Stork-Haus nach dem Umbau ausstrahlen – wir berichten weiter….

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Jan Stork

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