Das Ruhrgebiet im Wandel

Bergbau, Kohle und Stahl prägten einst unsere Region. Mit der Schließung von Prosper-Haniel in Bottrop, Ende 2018, ist diese Ära offiziell zu Ende gegangen – und hat Platz für Neues gemacht: Industrie­denk­mäler, Erholungs­gebiete und spannende Ver­an­staltungs­stätten.

Im Zeichen des schwarzen Goldes

150 Jahre Steinkohlebergbau haben den „Pott“ geprägt. Die Originalschauplätze – Zechen, Halden, Hütten & Co. – machen die Geschichte von Eisen und Stahl immer wieder lebendig. Neben Museen, Führungen und interaktiven Ausstellungen sind es vor allem die Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten, die Touristen von nah und fern anlocken. Beliebt sind die Kulissen auch für Fotografie, Film und Fernsehen.

 

Faszination Industriekultur

Nur wenige Wochen nachdem die letzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen worden war, flimmerte eine neue Folge aus der „Tatort-Reihe“ über den Bildschirm, die sich die zukünftige Nutzung der riesigen Areale zum Thema gemacht hatte: Während die Kommissare den Mord eines ehemaligen Bergmanns aufklären, soll auf dem alten Industriegelände bereits ein neuer Freizeitpark eröffnen. Zwar ist die Handlung fiktiv, von der Realität ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen damit aber gar nicht so weit entfernt. Als Drehort diente unter anderem der Duisburger Landschaftspark, ein rund 180 Hektar großes Areal rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich. Zwar gibt es dort noch keine Achterbahnen, dafür aber einen Kletterpark, einen Hochseilgarten, eine Riesenrutsche durch zwei Erzbunker, Lichtinszenierungen und den Tauchgasometer.

Landschaftspark Duisburg
Phönixsee Dortmund Hörde
Zeche Zollverein

Der Pott hat viel zu bieten

Aussichtsplattformen, Wanderwege, Fahrrad-Verleih und Segway-Touren gehören ja ohnehin schon zum Standardprogramm rund um die Industriedenkmäler. Wohl am meisten Besucher zieht das UNESCO-Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein in Essen an, auch bekannt als „die schönste Zeche der Welt“. Hier werden nicht nur Geschichte und Kultur perfekt miteinander vereint, sondern auch wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt: Zollverein ist Bildungsstandort, Gründerzentrum und Eventlocation zugleich. Wer auf der Suche nach etwas Naherholung ist, wird ebenso im Dortmunder Stadtteil Hörde fündig: Wo einst das Stahlwerk Phoenix Ost lag, wurde vor einigen Jahren ein 24 Hektar großer See künstlich angelegt, der sich zum Wohn- und Freizeitgebiet mit Gastronomie und Gewerbe entwickelt hat. Ein kleinerer, aber ebenso wunderbarer Ort für die ganze Familie ist der Consol-Park auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation 3/4/9 in Gelsenkirchen (Bismarckstraße). Während in der alten Maschinenhalle noch Gegenstände aus der Bergarbeit bestaunt werden können, lädt der Park zu Outdoorsport-arten wie Basketball, Beachvolleyball sowie Skaten und Inline-Hockey ein.

Wer von der Ruhrgebietsschönheit nicht genug bekommen kann: Die Route der Industriekultur verbindet auf 400 Streckenkilometern die Perlen an Emscher und Lippe.

Nordsternpark Duisburg
Rhein-Herne-Kanal
Amphitheater im Nordsternpark Gelsenkirchen

Hoch auf den Nordsternturm

Die Zeche Nordstern in Gelsenkirchen hat sich seit ihrer Schließung 1993 zu einem Ort der Entspannung und Entdeckung entwickelt – zu Fuß, auf dem Fahrrad oder per Segway. Das Herzstück bildet die Besucherterrasse des Nordsternturms in 83 Meter Höhe. Wer gern sportlich unterwegs ist, versucht sich an den Kletterfelsen. Kleine Besucher kommen auf dem Wasser- und Abenteuerspielplatz auf ihre Kosten. Eine entspannte Schifffahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal bis nach Oberhausen bietet die Weiße Flotte. Der Anleger befindet sich am Amphitheater − hier finden auch Events von klassischen Konzerten bis hin zu Hardrock- oder Holi-Festivals statt. Stärkung gibt es zur Sommerzeit im Biergarten und im Winter in einer urigen Almhütte.

Sternenjagd auf Hoheward

Den funkelnden Gestirnen ganz nah:
Horizontobservatorium und Sonnenuhr locken nicht nur astronomieinteressierte Besucher auf die Halde Hoheward in Herten.

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Untertauchen im Landschaftspark

Mit einem Durchmesser von 45 Metern und einer Tiefe von 13 Metern ist der Tauchgasometer im Landschaftspark Duisburg-Nord das größte Indoor-Tauchgewässer Europas. Wer hier untertaucht, trifft auf das Wrack einer Yacht, ein künstliches Riff und einen Flugzeugrumpf. Kurzum: eine einzigartige Unterwasserlandschaft, die auch gern als Location für Geburtstagsfeiern, Betriebsausflüge oder Unterwasserhochzeiten gebucht wird.

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Tauchgasometer Landschaftspark Duisburg

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Wir wünschen spannende Erlebnisse in unserer Region!

Landschaftspark Duisburg

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Nordsternpark SHellmann

Zeche Zollverein_CSchwarz

Amphitheater Gelsenkirchen Pixabay Nutzer 2818784