4 Tipps zum Energiesparen im Smart Home

Mit dem Begriff Smart Home verbinden viele Menschen wilde Vorstellungen, die eher aus einem Science-Fiction-Film stammen könnten als aus unserem Alltag.

Frau mit Handy in der Hand

Faltroboter, die uns die Wäsche für den Schrank zusammenlegen, ferngesteuerte Töpfe und und und… Die Liste der Smart-Home-Geräte ist lang. Doch welche Möglichkeiten zum Energiesparen ein Smart Home Paket bietet, rückt häufig in den Hintergrund. Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie in Ihrem smarten Zuhause effizient Strom sparen und welche smarten Produkte sich lohnen.

Smart Home und Energie sparen – ein Widerspruch?

Falls Sie sich erst einmal fragen, ob es nicht ein Widerspruch ist, mit elektronischen Anwendungen wie Sprachassistenten oder Leuchtmitteln Energie zu sparen, können wir Sie beruhigen. Nicht in jedem Smart Home lauert ein gemeingefährlicher Energiefresser. Im Gegenteil, mit geschickt eingesetzten smarten Geräten oder Anwendungen können Sie diese Stromfresser sogar entlarven und aus den eigenen vier Wänden verbannen.

Wir möchten Ihnen ein paar nützliche Energiespartipps an die Hand geben, die Sie nicht nur im Eigenheim umsetzen können, sondern auch in Mietwohnungen.

 

Energiespar-Tipp Nr. 1:
Mit WLAN-Steckdosen Stromfresser finden

Wer Strom sparen möchte, muss erst einmal Detektiv spielen und die Übel­täter finden: Welches Haushalts­gerät verbraucht unnötig viel Strom? Ist es der berühmte PC im Standby-Modus?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, können Sie auf WLAN-Steck­dosen zurück­greifen. Wenn diese mit einer Funktion zur Energie­verbrauchs­messung ausgestattet sind, können Sie den Strom­fressern ein Schnippchen schlagen. Mithilfe einer App haben Sie dem Strom­verbrauch der an­ge­schlossenen Geräte im Blick und können die Schluck­spechte vor die Tür setzen. Oder Sie nutzen die Möglich­keit, die WLAN-Steckdosen mit einem intelligenten Sprach­assistenten zu koppeln. Auf diese Weise können Sie die jeweiligen Geräte auf Zuruf ausschalten – das geht nämlich schneller und vor allem bequemer, als dafür extra von der Couch aufzustehen.

 

Energiespar-Tipp Nr. 2:
Smarte Thermostate für Ihre Heizung

Smarte Thermostate für Ihre Heizung

Sobald sich der Herbst ankündigt, schmeißen wir die Heizung an, damit es rund um die Uhr behaglich warm ist. Diese Wohlfühlatmosphäre hat ihren Preis: Die Heiz­kosten machen in der Regel den Großteil unserer Neben­kosten aus. Das bedeutet nicht, dass Heizen immer teuer sein muss. Unter anderem die Effi­zienz des Heizens und wie man seine Wohnung oder sein Haus vor Wärme­verlusten schützt, kann Kosten sparen.

Automatisierte Thermos­tate können unterstützen und Umwelt und Geld­beutel schonen. Sie programmieren das smarte Thermostat so, dass wirklich nur geheizt wird, wenn Sie es wollen: Wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus verlassen, fährt das Smart-Thermostat die Heiz­leistung automatisch herunter. Es kann in jedem Raum eine individuelle Temperatur halten, auf offene Fenster und Sonnen­einstrahlung reagieren und Ihnen schließlich auch den Wohn­raum vorheizen. Hier liegt der größte Vorteil: Wenn Sie nach Feier­abend nach Hause kommen, ist es muckelig warm, ohne dass Sie zu Lasten der Umwelt – und Ihres Kontos – geheizt haben.

Energiespar-Tipp Nr. 3:
Auf smarte Leuchtmittel setzen

moderne Leuchtmittel sind stromsparender als die alten Glühbirnen

Ein Klassiker: Alle sind ausgeflogen, doch in einem Zimmer ist noch das Licht an. Besonders in Haushalten mit Kindern brennt gerne eine ganze Fest­beleuch­tung, obwohl niemand zu Hause ist. Smarte Leucht­mittel beenden diese Licht­spiele: Sie lassen sich sowohl vom Smart­phone aus steuern als auch von Sonnen­ein­strah­lung, Be­we­gungen oder einsetzender Dunkel­heit beein­flussen. Intelligente Leucht­mittel fürs Smart Home sind mit Sensoren aus­ge­stattet, die bemerken, wenn niemand mehr im Raum ist – das Licht geht aus. Wenn die Sonne aufgeht und durch das Fenster scheint, wird das Licht auto­matisch gedimmt.

Zudem sind die modernen Leucht­mittel strom­sparender als die alten Glüh­birnen, die sich immer noch an vielen Stellen in unseren vier Wänden verstecken. Besonders Keller­räume sind anfällig dafür: Alte Glüh­birnen aus Omas Zeiten beleuchten Vorrats- oder Wasch­keller, weil man sich dort nur selten und kurz aufhält. Und trotzdem heißt es oft: “Hast du das Licht im Keller angelassen ...?” Smarte LED-Birnen oder Leucht­streifen verbrau­chen weitaus weniger Strom als ihre Vorgänger und sind lang­lebiger. Mittlerweile sind sogar Möbel mit inte­grierter smarter Beleuch­tung erhältlich oder ganze Be­leuch­tungs­systeme für den Garten. Ihr Plus­punkt: Sie genießen die gemütliche Be­leuch­tung, sparen dennoch Energie und reduzieren Ihre Strom­kosten.

Energiespar-Tipp Nr. 4:
Gut vernetzt ist halb gespart

Wer nicht bei zwei smarten Leucht­mitteln bleiben und auf Smart-Home-Techno­logien im größeren Stil setzen möchte, ist mit einer sinnvollen Vernetzung der Geräte gut beraten. Smart-Home-Systeme verbinden die Geräte miteinander und stellen sicher, dass das gesamte System effizient arbeitet und tat­sächlich Energie einspart.

Die Zentrale des Systems ist dabei die Schnitt­stelle aller Geräte sowie An­wen­dungen und koordiniert durch den Daten­austausch die Funktions­weise der einzelnen Geräte. Im Klartext heißt das: Wenn Sie beispiels­weise mor­gens als Letzter Ihr smartes Zuhause verlassen, drosselt das System die Heiz­­körper in den Wohn­räumen, schaltet alle Lichter aus, schließt die Haus­tür sicher ab und aktiviert die Alarm­anlage. Dank dieser sogenannten Geo­fencing-Funktion wird das Ganze abends wieder rückgängig gemacht, so­bald Sie sich Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus nähern – natürlich in sinn­voller und sicherer Reihenfolge.

Wie bei allen Tipps gilt auch hier besonders: Sie sollten sich vorher im Klaren darüber sein, was Sie vorhaben, denn sonst herrscht bald Ebbe im Geld­beutel. Wer unüberlegt Gadgets anschafft, kauft doppelt, weil die Systeme nicht kompatibel sind. Informieren Sie sich vor dem Kauf also genau, damit Sie Ihre zukünftig gesparten Strom­kosten nicht vorab zum Fenster hinauswerfen.

 

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